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Bewerbungsfrust – Der richtige Umgang mit Absagen

Bewerbungsfrust – Der richtige Umgang mit Absagen

Man sitting on brown couch in a dark room holding his head, upset.

Ablehnung ist nie schön und schon gar nicht nach einer mühevoll erstellten Bewerbung für den Traumjob. Zumal man häufig mit einer standardisierten und schablonenartigen E-Mail abgespeist wird. Vermutlich haben wir alle diese Erfahrung schon einmal gemacht. Wie geht es nach der Ernüchterung weiter?

Das Wichtigste an dieser Stelle ist: Weitermachen! Den Kopf auf gar keinen Fall in den Sand stecken, auch wenn der Wunsch nach dem vermeintlichen Traumjob nicht in Erfüllung gegangen ist. Die gute Nachricht ist, auch wenn es zunächst nicht geklappt hat, andere Unternehmen bieten ebenfalls viele tolle und passende Jobangebote. Die wirtschaftliche Situation ist derzeit für Bewerber ohnehin positiv, sodass wir von einem Wandel zum Arbeitnehmermarkt sprechen. Dafür gibt es verschiedene demografische, wirtschaftliche und strukturelle Gründe, gleichzeitig aber erhöht der digitale Wandel den Bedarf an qualifiziertem Personal. Dennoch liegt der Schnitt der Absagen bei Absolventen in der Regel etwas höher als beispielsweise bei Fach- und Führungskräften, da oftmals selbst bei Juniorpositionen erste Berufserfahrung erwünscht ist.

Zunächst einmal gilt es herauszufinden, woran es womöglich gehapert hat. Je nachdem, in welchem Step des Bewerbungsprozesses eine Absage kassiert worden ist, sagt das viel über das jeweilige Verbesserungspotenzial aus.

Formalia beachten

Nach Absagen direkt zu Beginn des Bewerbungsprozesses empfiehlt es sich, die Bewerbungsunterlagen kritisch zu überprüfen: Sind alle Unterlagen vollständig? Ist der Lebenslauf strukturiert, übersichtlich und aussagekräftig? Ist die Bewerbung frei von Rechtschreib- und Grammatikfehlern? Ein ansprechendes und professionelles Bild gehört ebenso zu einer erfolgreichen Bewerbung wie ein individuelles und (meiner Meinung nach) authentisches Anschreiben.

Außerdem empfiehlt es sich durchaus nochmal einen zweiten Blick in die Stellenausschreibung zu werfen. Bringt man tatsächlich die geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten mit? Bewerben sollte man sich nämlich nur, wenn man das Anforderungsprofil weitgehend erfüllt. Hier unterscheiden viele Arbeitgeber in „Must Have“-Kenntnisse und „Nice To Have“, also unbedingt erforderliche und wünschenswerte Qualifikationen.

Mit Selbstreflexion punkten

Die Gründe für Absagen nach einem telefonischen oder persönlichen Interview sind sogar noch etwas kniffliger herauszufinden. Ob ein Gespräch positiv oder negativ verläuft, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Auch hier wiederum ist Vorbereitung das A und O. Je besser die Vorbereitung ist, desto leichter fällt das Gespräch und desto besser werden die Resultate sein.

Im Wort Bewerbung steckt nicht umsonst der Begriff Werbung. Deshalb ist es ratsam, auf alle Fälle mit einer positiven inneren Einstellung ins Gespräch gehen und die Selbstvorstellung nutzen, um mit Hilfe von Kommunikationsstärke, Offenheit und Freundlichkeit einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Nichtsdestotrotz ehrlich und authentisch bleiben! Was habe ich wo gemacht? Was waren dort meine Erfolge und was habe ich dabei gelernt? Den eigenen Mehrwert fürs Unternehmen aufweisen, aber Ausschmücken oder Beschönigen muss man nichts. Auch Fehler und Misserfolge gehören zum Leben dazu. Wichtig ist vor allem der Umgang mit diesen und dass man anschließend signalisiert, etwas aus den Fehlern gelernt zu haben, d.h. reflektiert zu sein und daraus Konsequenzen zu ziehen.

Wenn die eigene Überprüfung keine Indizien auf Fehler ergab, ist es absolut legitim auch selbst in der Personalabteilung nachzufragen. So können mögliche Fehler in der Bewerbung oder auch im Bewerbungsgespräch in Zukunft vermieden werden. Wenn man sich interessiert und lernbereit zeigt und nicht anklagend, gibt es womöglich sogar die Möglichkeit bei künftigen Positionen in Betracht gezogen zu werden.

Wie in so vielen anderen Bereichen des Lebens heißt es auch bei der Suche nach dem Traumjob: Einen langen Atem und sportlichen Ehrgeiz zeigen, denn wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren! In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Hervorgehobene Bildnachweis: Foto von StockSnap auf Pixabay


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